Franz Liszt – Heimatverbunden

Liszt wurde von seinem Vater von Kindesbeinen an unter großen finanziellen Schwierigkeiten gefördert – er verkaufte dafür sogar Familienbesitz und nahm unbezahlten Urlaub. Eine Zuwendung von 200 Gulden von der Familie Esterházy ermöglichte eine Ausbildung in Wien bei den Musikgrößen Carl Cherny und Antonio Salieri. Sein eigenes Streben nach Perfektion führte Liszt bei Tourneen in die Hauptstädte Europas, wo er zwischen Mailand und Madrid, St. Petersburg und London zum ersten kosmopolitischen Künstler seiner Zeit avancierte.

Zeit seines Lebens verband ihn eine tiefe Zuneigung zu seiner ungarischen Heimat, der er über 20 „Ungarische Rhapsodien“ widmete. Darin verknüpfte er sein virtuoses Klavierspiel mit traditioneller Volksmusik seines Landes. Seine aktive Karriere als Pianist beendete Liszt 1848 und verwirklichte sich als Hofkapellmeister in Weimar, wo er viele junge Nachwuchskomponisten seiner Zeit maßgeblich beeinflusste. Um ihn entstand die sogenannte Neudeutsche Schule. Sein Erfolg rief leider auch Neider auf den Plan, die vor allem in konservativen Kreisen gegen den Musiker intrigierten. Letztlich führten diese Grabenkämpfe 1861 zum Ende seines Engagements bei Hof. Als Dirigent reiste er noch durch Europa. Etliche Universitäten verliehen ihm die Ehrendoktorwürde, Kaiser Franz Joseph hob ihn in den Adelsstand. Der Förderer aufstrebender, jedoch am Hungertuch nagender Künstler wie Smetana und Raff erlag während der Bayreuther Festspiele 1866 einer Lungenentzündung.

Seine Musik lebt heute weiter. www.lisztfestival.at

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